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Eine Leiche am Havelstrand



Es lag eine Leiche am Havelstrand

und hatte in ihrer rechten Hand

eine lange Rute aus spanischem Rohr

aus der Zeit, bevor sie das Leben verlor.


Nun war ja die Leiche, bevor sie verblich

keine Leiche und deshalb wundert es mich,

dass dies merkwürdige und skurile Gedicht

vom Lebensverlust einer Leiche spricht.


Besonders, weil grundsätzlich alle Leichen

bekanntlich tot sind und gar nicht verbleichen.

Verbleichen und Sterben sind nun mal Sachen,

die eigentlich immer nur Lebende machen.


Warum nun die Leiche jetzt Leiche war

ist leider bis Dato nicht völlig klar;

doch redlich bemüht sich die Polizei

dies herauszufinden. Sie ist noch dabei.


19.5.07 10:47


 






 




Im Winkel


Zwei Wände trafen sich an einer Ecke.

Das war nicht schlecht.

Dem Winkel kam´s gerade recht,

und auch die Zimmerdecke

fand das sehr nett

und wie ins Bett

hat sie sich noch dazu gelegt.

Ja, so entstehen hübsche Plätze

für unerwünschte Spinnennetze,

doch Mutter fegt.

21.5.07 10:03


 

Der Olivenbaum


In einem Weinberg stand ein Olivenbaum,

der hatte einen innigen Traum.

Er wollt´noch in seiner Zeit auf Erden

ein traubentragender Rebstock werden.

Die Rebstöcke aber, es war kaum zu glauben,

wollten lieber Oliven tragen, als Trauben.


16.5.07 16:32


 

Schlemm Poetry


Ich überlege schon seit Wochen,

was soll ich nur zu Ostern kochen?

Wahrscheinlich irgendwas mit Ei

und auch mit Hasenfleisch dabei.


Auf keinen Fall wird’s Schweinekamm.

Viel eher wird es was vom Lamm.

Bis gestern Abend noch, da war ich

der Meinung ich mach´s vegetarisch,


Denn Lamm und Hase, diese beiden,

die sollten nicht zu Ostern leiden,

jedoch, sie sind ja nur Symbole

und deshalb glaube ich, ich hole


mir doch zu Ostern deren Fleisch

und brat´s im Ofen saftig weich

und nicht zu durch, denn es ist gut

und üblich, dass ein wenig Blut


erinnert an was einst geschah

hoch oben dort, auf Golgatha.

21.5.07 10:19


 

Tomaten


Es liegen Tomaten am Strand,

so rund und so prall und in Not.

Sie sind von der Sonne verbrannt

und leuchten in feuerwehrrot.


Die Feuerwehr kommt angerannt

und das in kompletter Montur.

Ein Sonnenschirm wird aufgespannt

und macht eine gute Figur.


Die Sonnencreme ist schon ganz heiß.

Ein Schiff hobelt den Horizont.

Ein Mann aus Schwarzafrika weiß:

Er kämpft hier an vorderster Front.


Ein Mann, außer sich, schlägt ein Kind.

Die Mutter ist irgendwie fort.

Von See her weht kühlend ein Wind

und sechs Dosen Bier machen Sport.

21.5.07 09:54


 









Der ungereimte Mensch


Bekanntlich können es die Katzen

nicht lassen ab und zu zu kratzen,

dagegen bellt uns mancher Hund

beharrlich uns´re Ohren wund.


Dann weiß man von so mancher Maus,

dass sie gern Löcher nagt ins Haus

und es erinnern Elefanten

uns gern an korpulente Tanten.


Auch wissen wir noch, dass die Affen

durch Kapriolen Freude schaffen

und, dass man auf der Haut der Schweine

vermissen muss das wirklich Reine.


Es reimt sich aber auf den Menschen

mehr schlecht als recht nur ´Kaffeekännchen´.

Nun ist das keine Katastrophe,

denn dieses war die letzte Stophe.


´


16.5.07 16:34


Sünde

Der Pastor segnet seine Schafe,

dort, wo ich in der Kirche schlafe

und weckt mich nun mit aller Strenge,

weil ich so schräg nach unten hänge

und sagt, dass sich das nicht dehört,

weil so etwas die Andacht stört.

Ich wache auf und seh´ das Licht

und denk´: wer schläft, der sündigt nicht. 

 

14.5.07 10:55


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