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Der arme Bischoff


Ein Bischoff stand mit seinem Stabe

an einem frisch gegrab´nen Grabe,

da fiel sein Blick auf eine Ratte,

die sich darin gefangen hatte.


Der Bischoff sah des Tieres Nöte

und dachte sich, dass er es töte,

um dessen Quqlen zu beenden,

und wollte seinen Stab verwenden,


denn Hirtenstäbe sind auch Waffen,

durch die so manche Wunden klaffen.

Er wollt´ das arme Tier erschlagen.

Der Vorgang war kaum zu ertragen.


Dann, in des Kampfes Vehemenz,

da stolperte die Eminenz

und fiel ins Grab, man sah es kommen

und lag nun da und war benommen.


Der Stab, noch in des Bischoffs Hand,

der lehnte schräg am Grabesrand,

worauf die äußerst kluge Ratte

natürlich nur gewartet hatte.


Sie kletterte am Stab empor

und dazu sang ein Engelschor

und Gott, in seiner großen Gnade

fand´s um den Bischoff gar nicht schade.


Denn hätt´der Bischoff mit dem Stabe

dem Tier geholfen aus dem Grabe,

wär´s für ihn besser ausgegangen,

doch Religion macht oft befangen.




16.5.07 16:49
 


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